"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" hat heute keine Geltung mehr.
Das Lernen hört nicht nach der Schulausbildung, dem Studium oder der Lehre auf.
Lernen wir nicht alle ein Leben lang? Gehört das Erwerben von neuen Fähigkeiten nicht inzwischen zum Alltag dazu?
Schreiben lernte ich mit sechs, Kochen mit 18, Keyboard mit 21 und Business English mit 32. Mit dem Computer kam ich erst mit 29 Jahren in Berührung, heute bin ich Informatikerin.
Unabhängig vom Beruf lernen wir täglich hinzu. Nur unsere Fähigkeiten tauchen viel zu selten in unserem Lebenslauf auf. Ist uns wirklich immer bewußt, was wir alles können?
Sind Zeugnisse und Zertifikate wirklich so wichtig, um jemand zu sein oder um einen bestimmten Beruf ausüben zu können? Sollte die Lernkompetenz nicht im Vordergrund stehen?
Ist es wirklich wichtig, ob jemand ein Zeugnis darüber hat, dass er in einem Weiterbildungsinstitut Java gelernt hat? Oder genügt es nicht auch, dass jemand im Selbststudium Programmierlogik erlernt hat und den Willen besitzt, Java (eben mal schnell

) zu lernen?
Was haltet Ihr davon, ein ganzes Leben lang zu lernen, Euch ständig weiterzubilden? Diesmal ohne Druck, ohne Noten, einfach aus Spaß am Lernen? Gibt es das überhaupt?
Und wird dieser Weiterbildungswille wirklich belohnt? Genügt es den potentiellen Brötchengebern wirklich, wenn sich jemand nur mit Arbeitsproben statt Zeugnissen bewirbt?