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Unabhängig davon, was ich von dem G8 Spektakel halte, hat es mich gestern doch verblüfft, dass der gute Herr Geisler seit einiger Zeit Mitglied bei attac ist.
Gut, quergedacht hat er ja immer, aber dass er sich in ein Boot setzt, mit dem auch schon Lafontaine seinerzeit im populistischem Wind segeln wollte, erscheint mir arg merkwürdig.
In einem Interview mit Deutschlandradio Kultur sagte er vor einiger Zeit, es müssten jetzt diejenigen gestärkt werden, "„die für friedliche Demonstrationen sind und die ein klares Nein sagen zur Gewaltanwendung“.
Das ist natürlich aller Ehren wert, aber als ich eben mal die Webseite von attac.de nach klaren Stellungnahmen zu diesem Thema durchforstete, bin ich leider nicht fündig geworden. Das "klare Nein" sprang mir leider nicht entgegen.
Benutzt man hier jemanden als Alibi? Lässt man prominente Mitglieder schöne Sätze zur Gewaltfreiheit sagen und billigt klammheimlich diejenigen, die mit "Gewalt gegen Sachen" ihre Ziele durchsetzen wollen?
Mir erscheint das ein wenig so und es erscheint mir doch recht merkwürdig, dass die Durchsuchungsaktion der Polizei im Vorfeld Wellen der Entrüstung hervorruft, während man die Gewalt der Autonomen lapidar mit dem Hinweis abtut, es sei ja "nur" Gewalt gegen Sachen und nicht gegen Menschen.
Ich will hier natürlich nicht attac mit "den Autonomen" gleichsetzen, aber genauso wie man sich von Muslimen nach Attentaten klare Aussagen wünscht, wäre das in diesem Fall doch auch mehr als nur legitim, oder wie seht ihr das?
Gruß
derwisch
_________________ Die Dummheit der Menschen stirbt nie aus
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